Ergebnis dieses Intellektuellen Outputs ist ein „Guideline – for Vocational Training in the Area of  Sustainable Development“,  das zur verständlichen Verbreitung der Bildungsintentionen, -inhalte und –methoden der BBNE beiträgt. Grundlage des Guideline ist eine Leitbildentwicklung BBNE in der Landwirtschaft innerhalb des Projektes in dem die inhaltlichen Positionsbestimmungen von Nachhaltiger Entwicklung und Landwirtschaft dargestellt sind. Es muss von allen Partnern getragen werden und in allen Ländern Anwendung finden können.  Das erarbeitete Leitbild BBNE in der Landwirtschaft wird, untersetzt mit grafischen Elementen gleichzeitig auch als Poster für die Verbreitungsaktivitäten erstellt und kann somit schon in einem frühen Projektstadium Auskunft über die Ziele geben und für die Verbreitungsaktivitäten eingesetzt werden.

Eine auf dem Leitbild basierende Checkliste BBNE (mit Erläuterungen) soll zum einen dem Projekt als Orientierung dienen inwieweit Nachhaltigkeitsaspekte Berücksichtigung finden. Zum andern soll die Checkliste einschließlich dem Leitbild anderen Bildungsveranstaltern (Schulen, Universitäten, Betrieben, Trainingseinrichtungen, etc.) zur Verfügung stehen, damit sie ebenfalls Orientierungsmöglichkeiten für BBNE in ihren Veranstaltungen und auch für die Übertragbarkeit in andere inhaltliche Bereiche und möglicherweise auch angrenzende Branchen haben.

In ihr werden Prüfkriterien (ökologische, ökonomische und soziale Dimension) für verschiedene Bereiche der BBNE in der Landwirtschaft beschrieben und es werden Indikatoren bestimmt, die es erlauben Hinweise zu erhalten, ob Unterrichtsmaterialien, Curricula , etc. dem Anspruch von BBNE entsprechen oder ob sie überarbeitet werden sollten. Ein ganz wesentliches Prüfkriterium ist z.B. die Frage, ob alle Dimensionen der Nachhaltigen Entwicklung gleichrangig einbezogen worden sind.

Weiterhin ist der Einsatz in der betrieblichen Ausbildung und der Überprüfung, ob die Ausbildungsinhalte sich an BBNE orientieren, vorgesehen. Allerdings ist hier auch zu bedenken, dass es häufig so ist, dass das Gelernte nicht mit der betrieblichen Praxis zusammen passt, d.h. Ausbilder müssen  auch vermitteln können mit Widersprüchen umzugehen, was auch im Guideline thematisiert werden soll.

Innerhalb des Projekts werden sowohl Leitbild als auch Checkliste in der Erarbeitung des Curriculum (i.O.) schon zum Abgleich angewendet.

Neben diesen beiden wesentlichen Inhalten wird der Guideline eingangs grundsätzliche Informationen zu BBNE, wie sie in den Sustainable Development Goals, den Europäischen Strategien und den Nationalen Aktionsplänen BNE, etc. gefordert werden beinhalten.

Durch die strukturelle Entwicklung hin zu Landwirtschaft 4.0 und den damit verstärkt einhergehenden IKT Anwendungen in vielen Betrieben sind neue Kompetenzbedarfe für die Branche entstanden. Die Berufliche Ausbildung muss diesen Entwicklungen angepasst und die Auszubildenden befähigen mit IKT umzugehen. Die Auswirkungen der Nutzung von IKT im beruflichen Alltag sollen in den Guideline vor dem Hintergrund von BBNE einfließen: Wie wirkt sich Landwirtschaft 4.0 auf die drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales aus?

Der Guideline ist zum einen dafür gedacht anderen Institutionen im Bildungs- und Weiterbildungsbereich die Möglichkeit zu geben ihre eigenen Curricula zu überprüfen, bzw. anzupassen. Zum anderen dient er aber auch als Informations- und Argumentationshilfe für Diskussionen und Verbreitungsaktivitäten für BBNE auf der strukturellen und gesellschaftlichen Ebene.  Stakeholder können ebenfalls auf das Leitbild und die Checkliste zurückgreifen und so bei ihren Diskussionen und Entscheidungen in der Bildungspolitischen Debatte fundierte Argumente einbringen.

 

Die Koordinierung für diesen IO übernimmt das PECO-Institut. Der Ablauf wird ähnlich und parallel der Erarbeitung und der Aufgabenverteilung mit den entsprechenden Expertisen wie beim Curriculum erfolgen.

Beim Kick off wird im Rahmen einer moderierten Diskussion ein gemeinsames Leitbild von BBNE entworfen. Die Zusammenfassung der Diskussion, einschließlich eines inhaltlichen und strukturellen Entwurfes erfolgt vom PECO-Institut bis zum zweiten transnationalen Treffen. Gemeinsamen werden dort auf der Grundlage der vorbereiteten Materialien die nächsten Arbeitsschritte vereinbart. (Weitere Diskussion über das Leitbild, abschließende Darstellung des Leitbildes, Entwurf einer Checkliste).

Die einzelnen Partner werden mit ihrem Erfahrungshintergrund Beiträge und Hinweise für die Checkliste einbringen:

  • Der Partner FMM (Ökobetrieb), die LWK Niedersachsen geben Hinweise zur Lernortgestaltung und den Anforderungen aus der beruflichen Praxis.
  • Die Universitäten und Hochschulen bringen ihre pädagogisch-didaktischen Anforderungen mit ein.
  • Die LWK Niedersachsen kann vor dem Hintergrund ihrer administrativen Erfahrungen Hinweise geben zur Implementierung von BBNE in die Ausbildungs- und Lehrpläne.

Geplant ist die Entwurfsfassung für diesen IO für das 4. Transnationale Treffen, so dass auf dem dritten transnationalen Treffen ein Zwischenstand diskutiert werden kann und neue Ideen eingebracht werden können. Anschließend wird vom PECO Institut die finale Fassung erstellt.